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Versorgung des Tankstellennetzes übernommen

 
(Botschaft, 29.06.2002)

Die Arbeitsgemeinschaft Arge Petrologistik, welcher auch das Transportunternehmen Indermühle AG angehört, ist ab 1. Juli für die Versorgung der BP-Tankstellen in der Deutschschweiz verantwortlich.

Der Arbeitsgemeinschaft gehören die Indermühle AG, die Baumann Transporte AG (Dietikon/Brunegg) und die Heggli AG (Kriens) an. Die Indermühle AG wird schwergewichtig für die Nordostschweiz, inklusive Zürich und Graubünden, sowie Basel zuständig sein, wobei der Bereich zwischen Zürich und der BP-Zentrale in Mellingen zusammen mit der Baumann Transporte AG abgedeckt wird, während Heggli AG für die Zentralschweiz verantwortlich ist. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft wurde der Bereich Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement auf die Firma Indermühle, der Bereich Feindisposition, Buchhaltung und Rechnungswesen auf die Firma Baumann und die Gesamtleitung auf die Firma Heggli übertragen. Die Grobdisposition erfolgt über die BP-Zentrale in Mellingen. In die BP-Disposition wurde eine zusätzliche Disposition implantiert. Ein der Arge unterstellter Disponent ist dort für die Feindisposition verantwortlich. Er kann transporteureigene Feinheiten einbringen und damit für optimale Abläufe und Kapazitätsauslastungen sorgen.

130 Tankstellen werden versorgt

Die Distributionslogistik umfasst die zeitgerechte Zustellung von Benzin und Diesel an insgesamt über 130 Tankstellen in der deutschen Schweiz. Darunter fallen Grosstankstellen an Autobahnen, die mehrmals täglich mittels Sattelzügen bedient werden müssen, aber auch Tankstellen mit beschränkten Kapazitäten in ländlichen Gebieten, die nur mit kleineren Tankwagen angefahren werden können. Das Tankstellennetz wurde bislang von der Firma BP selber versorgt. Ein wesentlicher Grund für das Outsourcing dürften gemäss Ruedi Ineichen, Mitglied der Indermühle-Geschäftsleitung, die komplexen Änderungen gewesen sein, die auf den 1. Januar dieses Jahres im Bereich der rechtlichen Grundlagen und des Qualitätsmanagements für den Transport von Gefahrengut in Kraft getreten sind und die immer mehr nach einer Spezialisierung im Transportbereich verlangen. Mit dem Outsourcing hat die Arge Petrologistik nun den gesamten Fahrzeug-Park inklusive Fahrer von BP übernommen und auf die drei Unternehmen verteilt. Insgesamt stehen zwölf Fahrzeuge plus ein gemeinsames Reservefahrzeug sowie 18 Fahrer zur Verfügung, die im Schichtbetrieb sechs Tage pro Woche arbeiten.

Qualität, Umwelt, Sicherheit

Zwischen den drei Firmen besteht schon seit längerer Zeit ein "freundschaftliches Konkurrenz-Verhältnis", wie Ruedi Ineichen erklärt. Dazu gehörte bislang die gegenseitige Aushilfe bei Kapazitätsengpässen. Keines der drei Unternehmen, die sich alle der Firma BP bereits in der einen oder anderen Form der Zusammenarbeit empfohlen hatten, hätte den Auftrag alleine bewältigen können. Der Auftragserteilung ging ein umfangreicher Ausschreibungs- und Evaluationsprozess voran. Gemäss Ruedi Ineichen hatte bei der Evaluation der Bereich Qualität, Umwelt und Sicherheit weitaus das grösste Gewicht. Offeriert Firma BP bezüglich Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement entsprach. Die Managementsysteme aller drei Partner sind nach der Norm SN EN ISO 9001 beziehungsweise ISO 14001 zertifiziert.

Wichtiger Schritt in der Entwicklung des LGZ

Der Entscheid zu Gunsten der Arge Petrologistik fiel relativ kurzfristig aus, der Transportvertrag ist erst diese Woche zu Stande gekommen. Für die beteiligten Firmen war dies operationell mit einer grossen Herausforderung verbunden. Für Ruedi Ineichen stellt dieser Auftrag aber auch einen grossen Schritt nach vorne in der Entwicklung des Logistik-und Gewerbezentrums (LGZ) in Rekingen dar, welche die kontinuierliche Reaktivierung der bestehenden Infrastruktur auf dem vormaligen HCB-Gelände zum Ziel hat. Ein weiterer solcher Schritt steht bereits Anfang August bevor, wie Sandra Indermühle, Mitglied der Geschäftsleitung, ergänzt. Auf 1. August wird die im Bereich Möbeltransporte tätige DST Combitrans AG, Suhr, ein Tochterunternehmen der Indermühle mit insgesamt rund 60 Mitarbeitern, ihr Domizil nach Rekingen verlegen. "Nach dem Umzug werden somit bereits mehr Leute hier tätig sein als während der Zementi- Zeit", macht Sandra Indermühle abschliessend deutlich.

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29. Juni 2002
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