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Ab sofort kommt der Brennstoff mit der Bahn

 
Indermühle AG holt das Heizöl nicht mehr mit dem Tankwagen in Basel
(Aargauer Zeitung, 14.08.2002)

Rund 30 000 Kilometer und 10 000 Liter Diesel weniger pro Jahr sowie nicht weniger als 600 Stunden Zeiteinsparung: Das sind für die Firma Indermühle die Vorteile der Umstellung auf die Bahnanlieferung beim Heizöl. Gestern sind auf dem LGZ-Areal des ehemaligen Zementwerkes in Rekingen die beiden ersten Zisternen-Bahnwagen mit insgesamt 160 000 Liter Heizöl eingetroffen. Das Heizöl wird dort in den Tankwagen umgepumpt, der sodann die Kunden in der Region beliefert.

Seit den 50er-Jahren betreibt das Zurzacher Transportunternehmen Indermühle Brennstoffhandel. Im Lauf der Zeit hat sich dieser Handel gewandelt: Früherwurde Kohle verkauft, heute sind es jährlich rund 15 Millionen Liter Heizöl, das Indermühle seinen Kunden in den Bezirken Zurzach und Laufenburg liefert. Bislang wurde diese Menge auf der Strasse von den Hafenanlagen Basel und Birsfelden ins Zurzibiet transportiert.

Diese Zeiten sind jetzt aber vorbei: Neu wird das Heizöl in Bahnzisternen nach Rekingen gebracht und dort umgeschlagen. Allerdings nicht die gesamte Menge. Laut Geschäftsleitungsmitglied Roland Indermühle werde das Heizöl für die Kunden im Raum Fricktal (rund 20 Prozent der gesamten Menge) weiterhin in Basel geholt: "Es macht keinen Sinn, den Brennstoff mit der Bahn nach Rekingen zu transportieren, um ihn dann wieder mit dem Tankwagen zurückzufahren." Für Roland Indermühle liegen die Vorteile der neuen Lösung auf der Hand: Es gibt weniger Tankwagenfahrten zwischen Basel und der Region Zurzach. Ausserdem werden Zeit und Treibstoff einge-spart. Das Unfallrisiko sinkt. Die Fahren sind aufmerksamer beim Abladen, weil sie weniger Fahrstrecke zu bewältigen haben. Die Liefermöglichkeiten werden flexibler und besser, und es gibt auch keinen Restmengenumschlag mehr.

Indes: Finanzielle Vorteile für Kunden und die Firma Indermühle entstehen momentan noch keine. Die Einsparungen bei Treibstoff und Zeit würden vom teureren Bahntransport wieder "aufgefressen", so Roland Indermühle. Mit der Verdoppelung der LSVA und einem modernen Tankwagen könnten sich allerdings zu einem späteren Zeitpunkt auch preisliche Vorteile ergeben. (rei)

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14. August 2002
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